Beruhigungsmittel für Hunde

In der Regel gehören Hunde zu den entspannteren Zeitgenossen. Es gibt allerdings Situationen und Phasen, in denen der Einsatz von Beruhigungsmitteln für Hunde sinnvoll sein kann. Welche Beruhigungsmittel für Hunde in Frage kommen, wann Sie Ihrem Vierbeiner Beruhigungsmittel geben können und was Sie dabei beachten müssen verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Der Unterschied zwischen pflanzlichen und chemischen Beruhigungsmitteln

Beruhigungsmittel für Hunde werden sowohl auf pflanzlicher als auch auf chemischer Basis hergestellt. Letztere sind verschreibungspflichtig und daher ausschließlich beim Tierarzt erhältlich.

Während die Wirkung chemischer Präparate wissenschaftlich belegt ist, existieren zu pflanzlichen Beruhigungsmitteln für Hunde nur wenige Studien.

Dies ist auch der Grund, warum natürliche Beruhigungsmittel im Bereich der Tiermedizin nicht offiziell anerkannt werden.

Generell lässt sich sagen, dass pflanzliche Beruhigungsmittel für Hunde eine sanftere Wirkung haben und den Organismus – wenn überhaupt – nur gering belasten. Chemische Mittel hingegen wirken stärker, zuverlässig, unmittelbar und können Nebenwirkungen nach sich ziehen.

Anwendung chemischer Beruhigungsmittel für Hunde

Aufgrund ihrer starken Wirkung sind chemische Beruhigungsmittel ausschließlich für Notfälle wie beispielsweise eine Operation oder starke Schmerzen gedacht.

Auch wenn Sie Ihren Liebling mit auf eine Flugreise nehmen müssen kann es sinnvoll sein, den Hund mit einer geringen Dosis leicht zu sedieren.

Bevor Sie Ihrem Hund ein chemisches Beruhigungsmittel geben sollten Sie unbedingt Ihren Tierarzt um Rat fragen.

Anwendung pflanzlicher Beruhigungsmittel für Hunde

Da natürliche Beruhigungsmittel deutlich sanfter wirken können Sie diese ohne schlechtes Gewissen im Alltag verwenden.

Viele Hundehalter geben Ihrem Vierbeiner pflanzliche Beruhigungsmittel, wenn eine Reise oder ein Umzug ansteht.

Da pflanzliche Mittel nicht abhängig machen, können Sie auch über einen längeren Zeitraum hinweg eingesetzt werden.

In welchen Situationen können pflanzliche Beruhigungsmittel helfen?

Im folgenden Abschnitt verraten wir Ihnen, in welchen Situationen der Einsatz pflanzlicher- oder chemischer Beruhigungsmittel sinnvoll- beziehungsweise notwendig sein kann.

Beruhigungsmittel bei Demenz

Ältere Hunde haben häufig mit Demenz zu kämpfen. Vierbeiner, die von Demenz betroffen sind, haben häufig Probleme mit der Orientierung, werden unrein oder verändern Ihren Schlafrhythmus. Manche Hunde merken, dass etwas nicht stimmt und werden ängstlich oder nervös. Um Ihrem Hund in diesem Fall zu helfen können Sie auf pflanzliche Beruhigungsmittel zurückgreifen.

Beruhigungsmittel bei Läufigkeit

Während der Läufigkeit spielen die Hormone verrückt. Viele Hündinnen sind äußerst unruhig, wenn Sie Läufig sind und kommen kaum zur Ruhe. Auch in diesem Fall sind pflanzliche Beruhigungsmittel für Hunde eine gute Option um Ihrer Hündin diese – für alle Parteien – schwierige Zeit zu erleichtern.

Beruhigungsmittel an Silvester

Silvester ist vielen Hundefreunden ein Dorn im Auge. Wenn Ihr Vierbeiner Angst vor Raketen und Böllern hat empfehlen wir Ihnen, bereits einige Tage vor dem Neujahrswechsel mit der Gabe von pflanzlichen Beruhigungsmitteln zu beginnen. Im besten Fall können Sie und Ihr Hund Silvester auf diese Art und Weise ohne Stress genießen.

Beruhigungsmittel bei Trennungsangst

Auch wenn Ihr Liebling Probleme mit dem Alleinbleiben hat können pflanzliche Beruhigungsmittel hilfreich sein. Diese können Sie entweder dauerhaft verwenden oder als unterstützende Maßnahme während des Trainings einsetzen.

Beruhigungsmittel bei einem Umzug

Ein Umzug ist nicht nur für uns Menschen mit Stress verbunden. Manche Hunde haben Probleme damit, wenn Sie aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen werden und sich in einem neuen Revier zurechtfinden müssen. Damit Ihr Liebling den Umzug gut verkraftet und sich schnell einlebt können Sie auf pflanzliche Beruhigungsmittel für Hunde zurückgreifen.

Beruhigungsmittel bei Trauer

Beim Verlust eines geliebten Menschen oder einem vierbeinigen Freund reagieren nicht nur wir Menschen mit Trauer. Hunde können in diesem Fall ebenso trauern und neigen zu depressiven Verstimmungen. Als geeignete Möglichkeit, um Ihren Liebling bei einem Trauerfall zu unterstützen haben sich Beruhigungsmittel für Hunde bewährt gemacht.

Natürliche Beruhigungsmittel für Hunde – Aufzählung

Sie wollen Ihrem Hund Beruhigungsmittel geben, wissen aber nicht welche Mittel infrage kommen? Im nächsten Abschnitt haben wie eine Reihe pflanzlicher Beruhigungsmittel für Sie aufgelistet.

CBD

CBD-Öl für Hunde wird immer beliebter. Dies ist auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die Substanz nicht nur bei Entzündungen und Schmerzen sondern auch bei vielen anderen gesundheitlichen Problemen helfen kann. So gilt CBD unter Tierheilpraktikern als Geheimtipp bei Unruhe und Angst. Aus diesem Grund ist CBD-ÖL als Beruhigungsmittel für Hunde bestens geeignet.

Baldrian

Bereits im Mittelalter machte man sich die beruhigende Wirkung des Baldrians zunutze. Der angstlösende und entspannende Effekt, den die Pflanze hat, lässt sich bei Menschen und Tieren gleichermaßen beobachten. Um Ihrem Hund Baldrian zur Beruhigung zu geben können Sie entweder auf Kräutermischungen, die über das Futter gestreut werden- oder auf Tabletten zurückgreifen.

Lavendel

Lavendel ist ein weiteres pflanzliches Beruhigungsmittel, dass bereits seit Jahrhunderten verwendet wird. Um Ihren Hund mit Lavendel zu beruhigen können Sie ihm ein Duftkissen ins Bettchen legen oder ein Lavendel-Spray verwenden. Bevor Sie dies tun sollten Sie jedoch herausfinden, ob Ihr Vierbeiner den äußerst intensiven Duft der Pflanze als angenehm empfindet oder nicht.

Johanniskraut

Die beruhigende und zugleich ausgleichende Wirkung des Johanniskrauts kann Ihrem Hund bei Stress, übermäßiger Nervosität sowie Depressionen helfen. Hierzu müssen Sie das Beruhigungsmittel mit dem Futter Ihres Vierbeiners vermischen oder diesem einen Tee zubereiten. Wie die meisten anderen natürlichen Beruhigungsmittel dauert es einige Zeit, bis das Johanniskraut anfängt zu wirken.

Weitere Beruhigungsmittel für Hunde

Neben den oben aufgelisteten Beruhigungsmitteln gibt es noch einige weitere natürliche Substanzen, mit denen Sie Ihrem Liebling helfen können.

Bachblüten

Bachblüten stellen eine gute Alternative zu chemischen Beruhigungsmitteln dar. Zur Herstellung von Bachblüten-Tinkturen werden ausschließlich wildwachsende Pflanzen verwendet. Im Gegensatz zu allen anderen Mitteln hat man bei Bachblüten eine Auswahl unterschiedlicher Essenzen zur Verfügung. Welche für Ihren Liebling am besten ist hängt von den individuellen Charaktereigenschaften Ihres Tieres ab. Sie sollten sich daher an einen erfahrenen Tierheilpraktiker wenden, wenn Sie Bachblüten zur Beruhigung Ihres Vierbeiners verwenden möchten. Unabhängig von der jeweiligen Persönlichkeit wirken die sogenannten „Rescue-Tropfen“

Pheromone

Pheromone sind eine weitere Möglichkeit, um Ihren Hund zu beruhigen. Die Hersteller entsprechender Produkte machen sich die sogenannten Dog Appeasing Pheromone zunutze. Als solche werden die Geruchsstoffe bezeichnet, welche nach der Geburt im Gesäuge des Muttertiers gebildet werden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Pheromone nur auf Welpen beruhigend wirken. Auch erwachsene Hunde lassen sich mit Pheromonen beruhigen. Die künstlich produzierten Geruchsstoffe werden meist in Zerstäubern angeboten. Es gibt aber auch Halsbänder zu kaufen, die mit den beruhigenden Pheromonen imprägniert sind.

Beruhigungsmittel für Hunde dosieren

Um den gewünschten Effekt zu erreichen und ungewollte Nebenwirkungen nach Möglichkeit zu verhindern ist es wichtig, dass Sie das Beruhigungsmittel richtig dosieren. Aus diesem Grund sollten Sie sich immer an die Dosierungsangaben des Herstellers beziehungsweise die Instruktionen Ihres Tierarztes halten und diese nicht überschreiten.

In diesen Fällen sind Beruhigungsmittel für Hunde unangebracht

Beruhigungsmittel für Hunde sind nicht geeignet, um die Fehler bei der Erziehung Ihres Vierbeiners zu kompensieren. Auch wenn der Hund im Alltag zu aktiv ist, ist es keine Option diesen mit Beruhigungsmitteln „ruhiger“ zu machen. Bei Verhaltensauffälligkeiten wie beispielsweise Leinenaggression oder übermäßigem Bellen sollten Sie sich an einen erfahrenen Hundetrainer wenden, statt Ihrem Hund Beruhigungsmittel zu verabreichen. Häufig lassen sich solche und andere Probleme durch konsequentes Training wieder beheben.

Wo kann man Beruhigungsmittel für Hunde kaufen?

Wenn Sie einen triftigen Grund haben, um Ihrem Hund Beruhigungsmittel zu geben können Sie diese im gut sortierten Tierhandel sowie im Internet kaufen. Dort finden Sie eine Reihe verschiedenster Präparate auf pflanzlicher Basis sowie beruhigende Pheromone, mit denen Sie Ihrem Liebling bei Stress, Angst und Trauer helfen können. Verschreibungspflichtige Medikamente erhalten Sie ausschließlich in begründeten Fällen von einem Tierarzt.

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