Kann man Trockenfutter mit Nassfutter mischen?

Trockenfutter, Nassfutter, BARF oder auch eine Mischung aus diesen? Nicht alle Hundehalter wissen von Anfang an, welches Futter das Richtige ist und vor allem, ob man es mischen darf. Die Kombination trocken und Nassfutter kann viele Vorteile haben.

Trockenfutter und Nassfutter mischen: Die Vorteile

Eine Kombination aus Trocken- und Nassfutter ist für Hunde mit einem intakten Magen-Darm-Trakt gut geeignet.

Vierbeiner, die unter Verdauungsstörungen oder Problemen leiden, sollten besser kein Trocken- und Nassfutter gleichzeitig bekommen. 

Die Mischfütterung bringt bei gesunden Hunden folgende Vorteile mit: 

  • Abwechslung im Napf: Durch die Mischung von Trocken- und Nassfutter bekommt Ihr Vierbeiner nicht täglich die gleiche Mahlzeit angeboten. Durch die verschiedenen Geschmacksrichtungen des Nassfutters kommt reichlich Abwechslung in den Futternapf. 
  • Gezielte Nährstoffversorgung: Der hohe Fleischanteil, die enthaltenen Vitamine, ungesättigten Fettsäuren und der hohe Feuchtigkeitsgehalt gehören zu den klaren Vorteilen von Nassfutter. Trockenfutter pflegt die Zähne Ihres Hundes, regt das Kauen an und enthält weitere wichtige Nährstoffe. Sie können Trockenfutter und Nassfutter mischen und Ihren Vierbeiner gezielt mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen. 
  • Mäklige Hunde: Es gibt viele Hunde, die ihrem Futter gegenüber eher wählerisch sind. Wenn Sie Trockenfutter und Nassfutter mischen ist die Chance größer, dass auch ein mäkliger Vierbeiner gerne frisst. 
  • Finanzielle Entlastung: Hochwertiges Nassfutter hat seinen Preis. Entscheiden Sie sich das Trockenfutter mit Nassfutter zu mischen, können Sie auf diese Art und Weise etwas Geld sparen. 

Warum soll man Trockenfutter nicht mit Nassfutter mischen?   

Die Meinungen Trocken- und Nassfutter zu mischen, gehen stark auseinander. Die Verdauungszeiten sind bei den Futtervarianten unterschiedlich. Besonders extrudiertes Trockenfutter quillt im Magen des Hundes stark auf, sodass Ihr Vierbeiner bis zu 12 Stunden braucht, um es zu verdauen. Fleisch und Nassfutter wird von Ihrem Hund innerhalb von sechs Stunden verdaut. Es kann daher passieren, dass eine Kombination aus beidem zu Verdauungsproblemen führen kann. 

Dabei kommt es jedoch auf den Magen Ihres Hundes an. Viele Hunde vertragen eine Mischfütterung gut, andere wiederum nicht. 

Nassfutter und Trockenfutter kombinieren: Auf das Mischverhältnis kommt es an

Bei einer Mischfütterung ist es wichtig, auf das richtige Verhältnis zu achten. Das Mischverhältnis Trockenfutter und Nassfutter kann mit der 50:50 Regel bestimmt werden. Das bedeutet 50 Prozent Trockenfutter und 50 % Nassfutter. Wichtig ist allerdings, die Fütterungsempfehlung des Herstellers zu beachten und im Ergebnis immer einen Tagesbedarf von 100 Prozent zu erreichen.
Ist Ihr Hund nur auf einer der beiden Futtersorten eingestellt? Dann beginnen Sie langsam mit der Umstellung zur Mischfütterung. 

Was kann man unter Trockenfutter mischen?

Es gibt viele Möglichkeiten Ihrem Vierbeiner das Trockenfutter schmackhafter zu machen. Trockenfutter hat einen sehr geringen Feuchtigkeitsgehalt. Durch die Zufuhr von Nassfutter können Sie diesen deutlich erhöhen. Bei der Lagerung von Trockenfutter wird der Gehalt der essenziellen Fettsäuren stark beeinflusst. Führen Sie ruhig ein hochwertiges Öl oder frisches Gemüse zum Trockenfutter hinzu, um den Fettsäuregehalt zu erhöhen. Einige Hunde bekommen sogar mehr Appetit. 

Eine Kombination aus BARF und Trockenfutter ist deutlich schwieriger, da diese Futterarten eine unterschiedliche Konsistenz und Qualität haben. Sollten Sie sich für eine Kombination aus beidem entscheiden ist es wichtig einen Ernährungsberater für Hunde aufzusuchen. Mischen Sie nicht einfach wild darauf los. Gerade bei Welpen, älteren und kranken Hunden kann es schnell zu Magenverstimmungen kommen. Eine behutsame und kontrollierte Umstellung des Futters ist jedoch bei allen Hunden sehr wichtig.

Darauf sollte man beim Mischen von Trocken- und Nassfutter achten

Haben Sie sich dazu entschieden Ihren Vierbeiner auf eine Mischkombination umzustellen achten Sie unbedingt darauf, dass keine Über- und Unterversorgung herrscht. Berücksichtigen Sie die Herstellerangaben, damit Ihr Vierbeiner alle wichtigen Nährstoffe bekommt, die er benötigt. Wie schon erwähnt, vertragen einige Hunde eine Mischernährung nicht, sodass es zu Durchfall und Erbrechen kommen kann. Sollte Ihr Vierbeiner die Mischfütterung nicht vertragen, bleiben Sie bei der alten Futterart und stellen Sie die Ernährung nicht weiter um. Zusätzlich sollten Sie bei kranken und älteren Tieren darauf achten, dass diese einen speziellen Nährstoffbedarf benötigen, der durch das Trocken- und Nassfutter gedeckt werden sollte. 

Morgens Trockenfutter abends Nassfutter: Eine Alternative zum Mischen 

Unsere Recherchen haben ergeben, dass es viele Hundehalter gibt, die ihren Vierbeinern morgens Trockenfutter und abends Nassfutter geben. Viele Halter haben damit gute Erfahrungen gemacht, da die Hunde es besser vertragen als ein Mischfutter. Es gibt aber auch Stimmen, die dagegen sprechen. Ständige Futterumstellungen können das Bakteriengleichgewicht im Darm stören und den Magen-Darm-Trakt reizen. 

Fazit

Eine Mischung aus Trocken- und Nassfutter ist nicht für jeden Hund unbedenklich. Besonders Hunde, die an Verdauungsstörungen leiden oder Probleme mit dem Magen haben, sollten keine Mischfütterung bekommen. Sollten Sie sich entscheiden Ihren Vierbeiner umzustellen achten Sie unbedingt auf die Verträglichkeit. Ist diese nicht gegeben stellen Sie ihren Hund auf das alte Futter um. 

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