Trockenfutter für Hunde

Trockenfutter für Hunde lässt sich gut portionieren und wird von den meisten Vierbeinern gerne gefressen. In diesem Artikel klären wir Sie unter anderem über die Vor- und Nachteile von Trockenfutter, wichtige Kaufkriterien sowie die Zusammensetzung von hochwertigem Trockenfutter auf.

Was genau ist Trockenfutter eigentlich?

Ob ein Futtermittel als trocken, halbfeucht oder feucht deklariert werden darf hängt vom jeweiligen Feuchtigkeitsgehalt ab.

In der Regel enthält Trockenfutter zwischen 10% und 12% Feuchtigkeit. Es gibt allerdings auch Trockenfutter mit einem geringeren Feuchtigkeitsgehalt.

Zur Herstellung von Trockenfutter für Hunde wendet man entweder das Extrusionsverfahren– oder das Pelletierverfahren an.

Beim Extrusionsverfahren wird das Futtergemisch zunächst hoch erhitzt und anschließend unter hohem Druck in die gewünschte Form gebracht.

Da die Rohstoffmischung beim Pelletierverfahren nicht so stark erhitzt-, sondern in gemahlener Form gepresst wird, bleiben die enthaltenen Nährstoffe bei dieser „schonenden“ Variante weitestgehend erhalten.

Zudem entsteht bei der Aufnahme von gepresstem Trockenfutter keine Schwammwirkung im Magen. Stattdessen zerfällt das Futter in seine Ausgangsform und ist somit bekömmlicher.

Weiterführende Informationen: Ihr Vierbeiner verträgt kein Trockenfutter? Hier finden Sie alles was Sie über Nassfutter für Hunde wissen müssen.

Die Vorteile von Trockenfutter für Hunde

  • Leicht zu portionieren
  • Unkomplizierte Lagerung
  • Weitestgehend geruchsneutral
  • Vergleichsweise günstig
  • Gut zu transportieren
  • Auch als Snack beim Training geeignet

Die Nachteile von Trockenfutter für Hunde

  • Wenig Feuchtigkeit als in Nassfutter oder Barf
  • Wird von einigen Hunden schlecht vertragen
  • Manche Hunde verweigern Trockenfutter

Ist Trockenfutter für meinen Hund geeignet?

Da jeder Hund anders auf Trockenfutter reagiert und es hinsichtlich der Zusammensetzung sowie der Qualität massive Unterschiede gibt, lässt sich diese Frage nicht beantworten.

Um die individuellen Bedürfnisse Hunde bestmöglich zu erfüllen bieten die Futtermittelhersteller diese Trockenfutter-Varianten an:

  • Trockenfutter für Welpen: Da Welpen sich noch in der Wachstumsphase befinden, benötigen Sie ein hochwertiges Trockenfutter mit einer speziellen Nährstoffkombination. Damit sichergestellt ist, dass sich Ihr Liebling gut entwickelt sollten Sie ausschließlich Welpenfutter verfüttern.
  • Trockenfutter für Senioren: Ein Trockenfutter für Seniorenhunde ist auf die Ernährungsbedürfnisse älterer Hunde abgestimmt und enthält meistens Zutaten, die gut für die Gelenke sowie das Immunsystem sind. Je nach Größe und Gesundheitszustand ist ein solches Futter ab dem 6. Bis 8. Lebensjahr geeignet.
  • Trockenfutter für kleine Hunde: Wissenschaftler fanden heraus, dass es einen Unterschied zwischen dem Energiebedarf kleiner und großer Hunde gibt. Um den Ernährungsbedürfnissen von Chihuahua und Co gerecht zu werden sollten Sie daher ein Futter kaufen, das den erhöhten Energiebedarf deckt.
  • Trockenfutter für große Hunde: Nicht nur die Gelenke, sondern auch die Knochen großer Hunde werden deutlich höheren Belastungen ausgesetzt, als dies bei kleineren Hunden der Fall ist. Einem vorzeitigen Verschleiß kann unter anderem durch Trockenfuttersorten für große Hunde vorgebeugt werden.
  • Trockenfutter für aktive Hunde: Damit Ihr Vierbeiner ausreichend für Energie für gemeinsame Fahrradtouren, Agility, Canicross und weitere Aktivitäten hat benötigen Sie ein Trockenfutter, dass den Bedürfnissen sportlich aktiver Hunde entspricht.
  • Trockenfutter für Hunde mit Nierenproblemen: Wenn Ihr Hund unter Nierenproblemen leidet benötigt er unbedingt ein spezielles Diätfutter mit wenig Protein. Welches Futter in diesem Fall am besten für Ihren Hund ist, sollten Sie in Absprache mit einem Tierarzt entscheiden.

Trockenfutter für Hunde kaufen – Ratgeber

Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, Ihren Hund mit Trockenfutter zu füttern stehen Sie vor der großen Herausforderung die passende Sorte zu finden. Dabei haben Sie die Wahl zwischen unzähligen Marken, die sich auf die Herstellung von Trockenfutter für Hunde spezialisiert haben. Im folgenden Abschnitt haben wir die wichtigsten Kaufkriterien für Sie zusammengefasst.

  • Deklarierung der Inhaltsstoffe: Achten Sie darauf, dass die Inhaltsstoffe möglichst offen deklariert werden. Dies hilft Ihnen dabei eine Entscheidung zu treffen und gibt Ihnen die Gewissheit zu wissen, was Sie Ihrem Hund in den Napf füllen.
  • Zutaten: Ein hochwertiges Trockenfutter für Hunde zeichnet sich durch ebenso hochwertige Zutaten aus. Damit Ihr Hund mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt wird und gesund bleibt, sollten Sie ein Trockenfutter mit einem hohen Fleischanteil und wenigen Zusatzstoffen wählen.
  • Verträglichkeit: Selbst das vermeintlich „beste“ Trockenfutter bringt nichts, wenn Ihr Hund davon Durchfall, Bauchschmerzen oder andere Probleme bekommt. Bevor Sie sich für ein Futter entscheiden und dieses in größeren Mengen kaufen sollten Sie daher immer erst testen, ob Ihr Hund es verträgt.

Wie viel Trockenfutter soll ich meinem Hund geben?

Orientieren Sie sich bei der Portionsgröße immer an den Fütterungsempfehlungen des jeweiligen Herstellers.

Diese sind auf der Produktverpackung zu finden und stehen in Abhängigkeit zum Gewicht und zum Alter des jeweiligen Hundes. Wichtig ist, dass Sie die Empfehlungen auch als solche verstehen.

Damit Ihr Liebling nicht zu viel und nicht zu wenig Nahrung erhält sollten Sie darüber hinaus das tägliche Bewegungspensum, den Gesundheitszustand Ihres Hundes sowie eventuelle Leckerlies berücksichtigen und die Portionsgröße entsprechend anpassen.

So können sportliche Hunde etwas mehr Trockenfutter bekommen, während ruhige Zeitgenossen eher etwas weniger fressen sollten.

Was kann ich tun, wenn mein Hund kein Trockenfutter frisst?

Wenn ein Hund sein Trockenfutter verweigert kann dies verschiedene Ursachen haben. So kommen neben Zahnschmerzen auch Sodbrennen sowie eine akute Erkrankung für einen Futterstreik in Frage.

Für manche Hunde ist das Zerkauen des Futters zu anstrengend und wird daher gemieden. Um Ihrem Liebling in diesem Fall zu helfen empfiehlt es sich, dass Futter für einige Minuten in lauwarmen Waser einzuweichen.

Zudem können Sie das Trockenfutter mit ein wenig Nassfutter vermengen oder mit Hühnerbrühe schmackhafter machen.

Hilfe mein Hund schlingt sein Trockenfutter

Manche Vierbeiner neigen dazu, ihr Futter unzerkaut hinunterzuschlingen. Dieses Verhalten kann nicht nur zu Verdauungsproblemen und Blähungen führen, sondern erhöht auch das Risiko einer gefährlichen Magendrehung.

Damit Ihr Hund sein Trockenfutter richtig zerkaut können Sie einen sogenannten Antischlingnapf benutzen.

Falls diese Maßnahme nicht den gewünschten Erfolg nach sich zieht gibt es die Möglichkeit, die Futterbrocken einzeln in der Wohnung zu verstecken oder im Garten auf der Wiese zu verstreuen. So muss sich Ihr Hund sein Futter erarbeiten und kann dieses nicht mehr in einem Atemzug verschlingen.

Trockenfutter richtig lagern

Damit das Futter Ihres Lieblings schön frisch bleibt und vor Feuchtigkeit sowie Insekten geschützt ist sollten Sie dieses entsprechend lagern.

Hierzu eignet sich die Verwendung einer Futtertonne oder eines ähnlichen Behältnisses. Diese sollte luftdicht verschließbar sein und ausreichend Platz bieten.

Wenn Sie das Trockenfutter an einen dunklen, kühlen Ort stellen, ist dieses am längsten haltbar.

Muss Trockenfutter eingeweicht werden?

Ursprünglich ist das Verdauungssystem von Hunden auf die Zersetzung und Verwertung frischer Nahrung ausgelegt. Während Fleisch, Gemüse und Obst auf einen durchschnittlichen Feuchtigkeitsgehalt von 70% kommen enthält Trockenfutter etwa 10% Feuchtigkeit.

Es liegt also in der Natur der Sache, dass Hunde die ausschließlich Trockenfutter bekommen mehr Flüssigkeit benötigen, als Hunde die Nassfutter oder Barf erhalten.

Um dem erhöhten Flüssigkeitsbedarf gerecht zu werden können Sie das Trockenfutter einweichen- und ein wenig aufquellen lassen, bevor Sie es Ihrem Liebling geben.

Quellen und weiterführende Informationen 

Bilder: Pixabay/mattycoulton

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