Schonkost für Hunde

Bei Durchfall, Erbrechen und/oder nach einer Antibiotika-Kur ist Schonkost genau das richtige für Ihren Hund. In welchen Fällen Sie Ihrem Hund Schonkost geben sollten, was es bei der Zubereitung zu berücksichtigen gilt und wie Sie Ihren Hund wieder an normales Futter gewöhnen sowie viele weitere Dinge verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Was ist Schonkost?

Unter dem Begriff Schonkost werden leicht bekömmliche Nahrungsmittel zusammengefasst, die Sie Ihrem Hund bei Durchfall, Übelkeit und ähnlichen Problemen geben können.

Schonkost enthält alle wichtigen Nährstoffe, so dass eine ausreichende Versorgung mit allen relevanten Nährstoffen sichergestellt ist.

Auch wenn die meisten Hundehalter Schonkost selbst zubereiten gibt es mittlerweile einige Futtermittelhersteller, die fertige Schonkost in Dosen anbieten.

In welchen Fällen ist Schonkost geeignet?

Schonkost ist vielseitig anwendbar und kann bei diversen Problemen hilfreich sein. So ist Schonkost unter anderem in folgenden Situationen sinnvoll.

  • Durchfall
  • Probleme mit dem Magen-Darmtrakt
  • nach einem operativen Eingriff
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • nach einer längeren Krankheit

Achtung: Obwohl Schonkost geeignet ist, um Ihren Hund über einen längeren Zeitraum mit Energie und essenziellen Nährstoffen zu versorgen, stellt diese Ernährungsform keine Dauerlösung dar.

Wenn die Symptome anhalten und/oder Sie nicht wissen, wann es an der Zeit ist, wieder auf ein „normales Futter“ umzustellen sollten Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten lassen.

In einigen Fällen kann Hypoallergenes Hundefutter dabei helfen, die Probleme in den Griff zu bekommen.

Wie viel Schonkost sollte ich füttern?

Damit der Magen Ihres Lieblings nicht unnötig gereizt wird sollten Sie Ihrem Hund zunächst nur geringe Mengen Schonkost geben. Wie viel Schonkost Sie für Ihren Hund brauchen ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Neben dem Gewicht kommt es auf das Alter sowie das individuelle Bewegungspensum Ihres Vierbeiners an. Auch die Art der Schonkost spielt bei der Dosierung eine Rolle. So macht es einen großen Unterschied, ob Sie Ihrem Liebling Schonkost mit Haferflocken und Hühnchen oder lediglich eine Morosuppe zubereiten.

Tipp: Tiermediziner sind der Ansicht, dass ein Zeitraum von 7 – 10 Tagen nicht überschritten werden sollte. In vielen Fällen genügt es, die Schonkost für 2 – 3 Tage zu verfüttern.

Schonkost für Hunde – Zubereitungstipps

  • Achten Sie darauf, dass die Schonkost frei von Gewürzen, Konservierungsstoffen und ähnlich unbekömmlichen Zusätzen ist.
  • Damit wichtige Vitamine sowie andere Nährstoffe erhalten bleiben und die Schonkost leicht verdaulich ist empfiehlt es sich, diese über einen längeren Zeitraum bei niedrigen Temperaturen köcheln zu lassen.
  • Geben Sie Ihrem Liebling lieber mehrere kleinere Portionen als eine große
  • Schonkost für Hunde sollte ausschließlich bei Zimmertemperatur oder lauwarm verfüttert werden.
  • Bei der Zubereitung von Schonkost sollten Sie eventuelle Futtermittelallergien Ihres Hundes berücksichtigen.
  • Während Hüttenkäse als Zugabe geeignet ist, sollten Sie von Joghurt, Milch und anderen Milchprodukten unbedingt die Finger lassen. Diese enthalten Milchzucker und könnten die Verdauungsprobleme verstärken.

Schonkost für Hunde – welche Zutaten sind geeignet?

Die wichtigsten Zutaten für Schonkost finden sich in jedem Haushalt oder sind ohne weiteres beim Supermarkt um die Ecke erhältlich. Die gängigsten Zutaten haben wir im folgenden Abschnitt für Sie aufgelistet.

Mohrrüben

Gut durchgekochte Möhren helfen dabei, den Darm Ihres Vierbeiners vor schädlichen Mikroorganismen zu schützen. Damit die Karotten ihre antibiotische Wirkung entfalten können, müssen diese mindestens eine Stunde lang bei geringer Hitze köcheln.

Hühnerfleisch

Ein Stück gekochte Hühnerbrust ist als Grundlage für Schonkost genau das richtige. Das Fleisch ist äußerst mager und somit leicht verdaulich. Zudem enthält Hühnchen wertvolle Proteine, die Ihren Liebling bei Kräften halten und den Heilungsprozess unterstützen.

Äpfel

Bei weichem Kot und Durchfall gilt pürierter (und geschälter) Apfel als absoluter Geheimtipp. Verantwortlich für die heilende Wirkung ist das in Äpfeln enthaltene Pektin. Dieses wirkt wie ein Geliermittel, welches den Darminhalt verdickt.

Flohsamen

Flohsamen stellen eine weitere Möglichkeit zur Verdickung des Darminhalts dar. Die Samen quellen im Magen auf und haben darüber hinaus eine reinigende Wirkung. Somit helfen sie dem Organismus dabei, Krankheitserreger auf natürlichem Wege abzuführen.

Reis

Bei der Zubereitung von Schonkost können Sie auf Reis als Kohlenhydratquelle zurückgreifen. Reis sorgt für ein gewisses Sättigungsgefühl und liefert Energie. Um die Bekömmlichkeit zu erhöhen sollten Sie den Reis lange kochen lassen.

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