Hanföl für Hunde

Hanföl wird nicht nur in der Küche immer beliebter. Auch viele Hundehalter machen sich die gesunden Inhaltsstoffe des Öls zunutze und verwenden dieses als Nahrungsergänzungsmittel für ihre Vierbeiner. Warum Hanföl für Hunde empfehlenswert ist, worauf Sie beim Kauf achten sollten und wie Hanföl richtig dosiert wird verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Was ist Hanföl?

Wenn es um das Thema „Hanföl für Hunde“ geht, sind die meisten Hundefreunde zunächst skeptisch. Da Hanföl frei von THC ist – und somit keinen Rausch auslösen kann – gibt es allerdings keinen Grund zur Sorge. Hanföl wird aus den kleinen braunen Samen der Hanfpflanze hergestellt. Da es besonders nährstoffreich ist, eignet es sich bestens als Teil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung.

Tipp: Lachsöl für Hunde ist eine gesunde Alternative, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Vierbeiner kein Hanföl verträgt.

Ist Hanföl für meinen Hund geeignet?

Grundsätzlich ist Hanföl für alle Hunde geeignet. Alter, Geschlecht und Größe spielen keine Rolle, so dass Sie Ihrem Liebling bedenkenlos etwas Hanföl unter das Futter mischen können. Insbesondere für Hunde die Barf-Futter erhalten ist das Öl empfehlenswert.

Anwendungsmöglichkeiten

Hanföl kann Ihrem Hund insbesondere in folgenden Fällen helfen:

  • Kranke Hunde: Für kranke und/oder geschwächte Hunde ist Hanföl bestens geeignet. Das Öl stärkt das Immunsystem und sorgt dafür, dass Ihr Vierbeiner robuster gegenüber Krankheitserregern und Umweltgiften wird. Zudem hat Hanföl eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung.
  • Stumpfes Fell: Wenn das Fell Ihres Hundes glanzlos und stumpf wird können wir Ihnen Hanföl wärmstens empfehlen. Das enthaltene Vitamin E sorgt für eine gesunde Haut, regt die Fellbildung an und sorgt für ein glänzendes Fell.
  • Juckreiz: Wenn Ihr Hund sich auffällig oft kratzt kann dies verschiedene Ursachen haben. Bei Ekzemen, schuppiger Haut oder Entzündungen können Sie Ihrem Liebling mit Hanföl helfen.
  • Verdauung: Verdauungsprobleme beim Hund sind leider keine Seltenheit. Sollte Ihr Vierbeiner regelmäßig mit Durchfall, Bauchschmerzen oder Verstopfungen zu kämpfen haben, können Sie dem Verdauungstrakt mit Hanföl etwas Gutes tun.

Was macht Hanföl so besonders?

Was Hanföl so besonders macht sind in erster Linie natürlich die vielen gesunden Inhaltsstoffe. Diese haben einen positiven Effekt auf den Organismus und fördern das Wohlempfinden. Die wichtigsten Inhaltsstoffe haben wir im folgenden Abschnitt für Sie aufgelistet.

Vitamin E

Hanföl ist reich an Vitamin E. Dieses stärkt das Immunsystem, beugt Herzerkrankungen vor und ist gut für das Bindegewebe. Auch für den Blutkreislauf Ihres Hundes ist Vitamin E wichtig. Da Vitamin E fettlöslich ist kann es nur in Verbindung mit Fetten richtig verwertet werden.

Calcium

Calcium ist das A und O für ein gesundes Hundeleben. Der Mineralstoff ist wichtig für Zähne und Knochen. Auch wenn es um die Funktion des Herz-Kreislaufsystems sowie die Blutgerinnung geht ist Calcium von Bedeutung. Nicht zuletzt ist Calcium an diversen hormonellen und enzymatischen Prozessen beteiligt.

Magnesium

Hanföl ist genau das richtige, wenn Sie wollen, dass Ihr Hund ausreichend Magnesium erhält. Der Mineralstoff ist nicht nur für das Knochenwachstum und das Nervensystem wichtig. Auch bei der Umwandlung von Fetten, Protein und Kohlenhydraten spielt Magnesium eine wesentliche Rolle. Zudem benötigt der Organismus Magnesium, um Natrium und Kalium zu verwerten.

Eisen

Zur Bildung des Blutfarbstoffs Hämoglobin wird Eisen benötigt. Auf diese Art und Weise ist gewährleistet, dass der Organismus mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. Indem es der Entstehung freier Radikaler entgegenwirkt ist Eisen wichtig für den Zellschutz.

Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren

Nicht nur wir Menschen können von der Blutdrucksenkenden-, entzündungshemmenden- und Blutfettwert-reduzierenden Wirkung die Omega Fettsäuren haben profitieren. Auch für Ihren Hund sind die Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren, die Hanföl enthält äußerst gesund.

Kalium

Für die Kontraktion der Muskeln sowie die Herzfunktion ist Kalium von essenzieller Bedeutung. Zudem hat das Elektrolyt eine regulierende Wirkung auf den Blutdruck und den Säure-Basen-Haushalt.

Zink

Zink gehört zu den Mineralstoffen, die der Hund ausschließlich über die Nahrung aufnehmen kann. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger darauf zu achten, dass Ihr Vierbeiner ausreichend Zink erhält. Um einem Zinkmangel entgegenzuwirken können Sie Ihrem Hund unter anderem Hanföl geben.

Hanföl für Hunde dosieren

Wenn Sie Ihrem Hund Hanföl geben wollen, können Sie dies einfach unter das Futter mischen. Die meisten Hunde nehmen das Öl auf diese Art und Weise ohne Probleme auf oder lecken es sogar vom Löffel.

Um Ihrem Vierbeiner die richtige Menge an Nährstoffen zuzuführen sollten Sie auf die Dosierung achten. Wie viel Hanföl Sie Ihrem Hund geben müssen hängt vom Gewicht ab.

Meistens befinden sich Dosierungsempfehlungen auf der Produktverpackung. Sollte dies nicht der Fall sein, können Sie sich an den folgenden Angaben orientieren.

  • Kleine Hunde – 2,5 ml bis 5 ml Hanföl/täglich
  • Mittlere Hunde – 5 ml bis 10 ml Hanföl/täglich
  • Große Hunde – 10 ml bis 15 ml Hanföl/täglich

Tipp: Um Verdauungsprobleme zu vermeiden ist es ratsam mit einer geringeren Dosis zu beginnen. So kann sich Ihr Hund langsam an das Hanföl gewöhnen.

Hanföl zur äußeren Anwendung

Bei schuppiger-, trockener- und irritierter Haut sowie bei Ekzemen können Sie Hanföl auch äußerlich anwenden.

Um die Beschwerden Ihres Hundes schnell zu lindern genügt es, wenige Tropfen Hanföl auf den betroffenen Stellen zu verreiben. Eine Besserung des Zustandes lässt sich meist schon nach einigen Wochen erkennen.

Wenn Sie Ihrem Liebling darüber hinaus zu etwas Entspannung verhelfen wollen, können Sie Hanföl auch im Rahmen einer wohltuenden Massage verwenden.

Besonders Hunde die unter Arthrose, HD oder ähnlichen Erkrankungen des Bewegungsapparats leiden kann eine Hanfölmassage das Wohlempfinden steigern.

Hanföl für Hunde kaufen – Ratgeber

Beim Kauf von Hanföl sollten Sie folgende Faktoren beachten:

  • Farbe: Eine tiefgrüne, schimmernde Farbe gilt bei Hanföl als Indikator für eine hohe Qualität. Die Färbung ist auf das enthaltene Chlorophyll zurückzuführen.
  • Herstellungsverfahren: Das Hanföl Ihrer Wahl sollte kaltgepresst sein. So ist gewährleistet, dass alle wichtigen Inhaltstoffe enthalten sind.
  • BIO: Achten Sie darauf, Hanföl aus biologischem Anbau zu kaufen. Dieses ist frei von Pestiziden, Düngerückständen oder ähnlichen Verunreinigungen, die Ihrem Hund schaden könnten.
  • Marke: Die Anzahl an Unternehmen, die sich auf die Herstellung hochwertiger Futtermittel für Haustiere spezialisiert hat, steigt stetig an. Um sicher sein zu können, dass das Hanföl für Hunde geeignet ist sollten Sie sich für ein Hanföl einer renommierten Marke entscheiden.

Mögliche Nebenwirkungen von Hanföl

Mit Nebenwirkungen ist in der Regel nicht zu rechnen.

Trotzdem kann Hanföl bei einigen Hunden zu Durchfall führen in diesem Fall ist es ratsam, die Dosis etwas zu reduzieren.

Auch eine allergische Reaktion ist nicht auszuschließen, kommt allerdings sehr selten vor.

Um auf Nummer sicher zu gehen sollten Sie Ihren Hund in den ersten Wochen gut beobachten und mit einer geringen Menge Hanföl beginnen.

Quellen und weiterführende Informationen 

Bilder: Pixabay/NickyPe

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