Dürfen Hunde Kürbis essen?

Ein schwarzer Hund liegt im Gras und kaut an einem Kürbis herum

 Die Frage ob Hunde Kürbis essen dürfen stellen sich wohl viele Hundebesitzer. Wenn es im Herbst wieder Kürbisse gibt sollten Sie beim Einkaufen auch an Ihren Hund denken. In diesem Artikel verraten wir Ihnen was Kürbis für Hunde so gesund macht und was Sie bei der Zubereitung beachten müssen.

Kann ich meinem Hund Kürbis geben?

Dürfen Hunde Kürbis essen? Auch wenn nicht alles was wir Menschen essen für unsere geliebten Vierbeiner bekömmlich ist, müssen Sie sich beim Füttern von Kürbis keine Gedanken machen.

Tatsächlich gilt Kürbis sogar als beliebtes Heilmittel bei einer Magenverstimmung.

Dies heißt allerdings nicht, dass Sie Ihrem Hund jeden Tag Kürbis geben sollten.

Damit es Ihrem Liebling gut geht ist es wichtig auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung zu achten und jegliche Futterumstellung mit einem Tierarzt zu besprechen.

Darum ist Kürbis für Hunde gesund

Kürbis ist ein uraltes Gewächs, welches voller gesunder Nährstoffe steckt. Warum Kürbis für Hunde so gesund ist erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

 Nährstoffreich und gesund

Neben einer hohen Menge an Vitamin A enthält das Gemüse auch Kalium. Dieses ist hat einen positiven Effekt auf den Blutdruck, die Funktion von Nerven, Zellen und Muskeln sowie den Stoffwechsel.

Zu den weiteren Nährstoffen gehören unter anderem Eisen, Phosphor, Folsäure, Magnesium und Vitamin C.

Fördert die Abwehrkräfte

Vitamin C ist zur Stärkung der Abwehrkräfte besonders wichtig.

Die enthaltenen Antioxidantien sowie die Vitamine A und E stärken das allgemeine Wohlempfinden Ihres Hundes. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass das Gemüse einen Krebsvorbeugenden Effekt hat.

Wenn Sie einen älteren oder Kranken Hund zuhause haben können Sie das Immunsystem mit einigen Kürbisstücken pro  zusätzlich stärken.

Glänzendes und gesundes Fell

Wenn Ihr Vierbeiner Probleme mit der Haut und/oder dem Fell hat deutet dies auf einen Nährstoffmangel hin.

Das enthaltene Vitamin A und Zink wirken sich positiv auf das Fell aus. Durch die regelmäßige Einnahme lässt sich ein gesundes Erscheinungsbild fördern.

Auch bei akutem Fellverlust kann Kürbis hilfreich sein.

Kürbis stärkt die Sehkraft

Für die Funktion der Augen ist Vitamin A von essenzieller Bedeutung. Das Vitamin hat einen positiven Effekt auf die allgemeine Augengesundheit und wirkt Nachtblindheit vor.

Da das Vitamin fettlöslich ist, empfehlen wir Ihnen, Ihrem Hund Kürbis mit ein wenig Öl zu geben. So kann dieser das Vitamin A besser verwerten.

Natürliches Mittel gegen Inkontinenz

Nicht nur das schmackhafte Kürbisfleisch ist gesund. Auch die Kerne sind äußerst nahrhaft.

Diese enthalten eine hohe Konzentration an Omega-3 Fettsäuren.

Dabei handelt es sich um hochwertige Fettsäuren mit entzündungshemmenden Eigenschaften. Mediziner sind sich einig, dass eine Nahrungsergänzung mit Omega-3  Nierensteinen und Inkontinenz vorbeugen kann.

Kürbis als natürliches Parasitenmittel

Spulwürmer oder andere Parasiten können dem Verdauungstrakt eines Hundes ganz schön zu schaffen machen.

Zu den typischen Anzeichen für einen Befall gehören Gewichtsverlust, stumpfes Fell, Durchfall sowie weitere unangenehme Begleiterscheinungen.

Das Gewächs beinhaltet von Natur aus eine hohe Konzentration an Cucurbitacine. Diese Aminosäure ist für die meisten Parasiten giftig.

Zur unterstützenden(!) Behandlung eines Befalls/zur Vorbeuge eines solchen ist das Gemüse folglich gut geeignet.

Um den gewünschten Effekt zu erzielen, empfiehlt es sich täglich einen Teelöffel mit Kürbiskernen unter das Futter zu mischen.

Kürbis fördert die Verdauung

Wenn Ihr Hund häufiger Blähungen hat oder unter Durchfall leidet, können dies Anzeichen für ein chronisches Problem mit der Verdauung sein.

Kürbis ist Ballaststoffreich und kann verdauungsfördernd wirken.

Diätfutter für übergewichtige Hunde

Wie bereits erwähnt sind Kürbisse reich an Ballaststoffen und Feuchtigkeit. Diese Eigenschaft macht das Kalorienarme Gemüse zu einem idealen Snack für übergewichtige Vierbeiner.

Ersetzen Sie einen geringen Teil des Hundefutters durch Kürbis. Dadurch nimmt Ihr Liebling ab ohne zu hungern. Die Ballaststoffe sorgen nämlich für ein angenehmes Sättigungsgefühl.

Unterstützt die Flüssigkeitsversorgung

Hunde, die ausschließlich Trockenfutter zu fressen bekommen nehmen häufig zu wenig Flüssigkeit zu sich.

Damit der Flüssigkeitsbedarf Ihres Hundes gedeckt ist wenn dieser nicht ausreichend trinkt, können Sie ihm hin und wieder ein Stück Kürbis geben.

Schmackhaft

Nicht nur wir Menschen mögen eine abwechslungsreiche Ernährung. Damit Ihr Hund nicht jeden Tag dasselbe langweilige Futter im Napf vorfindet können Sie mit Kokosnuss, Banane oder eben Kürbis für ein wenig Abwechslung sorgen.

Wie viel Kürbis kann ich meinem Hund geben?

Hunde dürfen Kürbis essen, dennoch  sollten Sie es bei der Fütterung  nicht übertreiben und lieber geringe Mengen in den Napf geben.

Auch wenn eine „Überdosis“ nahezu ausgeschlossen ist könnte Ihr Hund von zu viel Kürbis Durchfall oder ähnliche Probleme bekommen.

Um dies zu verhindern und eine gute Nährstoffversorgung zu gewährleisten sollten Sie Ihrem Hund nicht mehr als einen Teelöffel Kürbis pro 5 Kilogramm Körpergewicht zu geben.

Für genauere Dosierungsangaben können Sie sich vor der Fütterung an Ihren Tierarzt wenden.

Achtung: Im unwahrscheinlichen Fall, dass Ihr Hund sich vermehrt juckt, erbricht oder andere Anzeichen für eine allergische Reaktion zeigt sollten Sie Ihren Tierarzt kontaktieren und in Zukunft auf das Füttern von Kürbis verzichten.

Kürbis für Hunde zubereiten

Wenn Sie Ihrem Hund Kürbis geben wollen gibt es hierzu verschiedene Möglichkeiten. So können Sie den Kürbis entweder frisch für Ihren Liebling zubereiten oder auf Leckerlis aus dem Tierhandel zurückgreifen, die Kürbis enthalten.

Für die Zubereitung eignet sich der heimische Ofen. Hierzu müssen Sie die Kürbisspalten für 40 bis 60 Minuten in den Ofen geben.

Die Kürbissamen lassen sich entweder im Ganzen mit dem Futter vermengen oder mit einem Stößel zerstampfen.

Wichtig ist, dass Sie Ihrem keine gewürzt- oder andersartig behandelten Stücke verfüttern.

Quellen und weiterführende Informationen

Titelbild: depositphotos.com –  zannaholstova

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