Dürfen Hunde Kartoffeln essen?

Kartoffeln liegen neben einem weißen Hundenapf

Die meisten Futtermittelsorten für Hunde enthalten Kartoffeln. Sie müssen sich folglich keine Sorgen machen, wenn Ihr Hund mal eine gekochte Kartoffel vom Tisch stehlen sollte und können Ihrem Liebling ohne weiteres mal eine Kartoffel unter das Futter mischen. Was Sie beachten sollten, wenn Sie Ihrem Hund Kartoffel geben und in welchen Fällen Sie Ihrem Liebling besser keine Kartoffeln füttern sollten erfahren Sie in diesem Artikel.

Darf ich meinem Hund Kartoffel geben?

Die kurze Antwort auf diese Frage lautet „Ja!“. Hunde dürfen Kartoffeln essen. Daher  werden diese auch als Quelle für Kohlenhydrate in vielen Fertigfuttermitteln verarbeitet.

Dies bedeutet allerdings nicht, dass es bei der Fütterung des Gemüses nichts zu beachten gilt. Eine zu große Menge kann schnell zu Magenverstimmungen führen.

Außerdem enthalten unreife Kartoffeln Solanin. Dabei handelt es sich es sich um eine schwach giftige chemische Verbindung, welche in vielen Nachtschattengewächsen zu finden ist.

Erst durch das Kochen verringert sich die Menge an Solanin, so dass Sie Ihrem Hund die gekochten Kartoffeln nach dem Schälen(!) ohne schlechtes Gewissen geben können.

Wie immer, wenn Sie Ihrem Hund etwas zu fressen geben, dass dieser zuvor noch nicht bekommen hat besteht die Gefahr einer allergischen Reaktion.

Falls Sie bezüglich der Fütterung dennoch bedenken haben, sollten Sie sich mit Ihrem Tierarzt in Verbindung setzen oder einen Ernährungsexperten um Rat fragen.

Sind Kartoffeln gesund für Hunde?

Als Kulturpflanze für den menschlichen Verzehr hat die Kartoffeln eine lange Geschichte. Schon vor tausenden Jahren war die „goldene Knolle“ als gesundes, Nährstoffreiches Lebensmittel bekannt.

Auch Hunde können von den gesunden Nährstoffen profitieren. Zu diesen gehören neben den Vitaminen C und B6 auch Eisen und Magnesium.

Nichtsdestotrotz ist es besser nur geringe Mengen zu füttern.

Für Hunde, die mit Übergewicht zu kämpfen haben oder unter Diabetes leiden sind Kartoffeln nicht geeignet.

Weitere gesunde Gemüsesorten für Hunde: 

Kartoffeln im Rahmen einer Ausschlussdiät

Falls Sie im Rahmen einer Ausschlussdiät feststellen möchten, auf welche Lebensmittel Ihr Hund reagiert können Sie gekochte Kartoffeln als neutrale Kohlenhydratquelle benutzen.

Kartoffeln als Schonkost für Hunde

Auch zur Zubereitung von Schonkost für Ihren Hund lassen sich Kartoffeln verwenden. Bei Durchfall oder einer Magenverstimmung hat sich frisches Kartoffelpüree als bekömmliche und kräftigende Mahlzeit erwiesen.

Das Püree versorgt Ihren Vierbeiner mit wichtigen Vitaminen und schützt die gereizte Magenschleimhaut.

Damit die Kartoffeln möglichst gut verdaut werden kann, sollten Sie diese gründlich zerstampfen. Das Ergebnis kann dann in kleinen Portionen lauwarm verfüttert werden.

FAQ

Die gängigsten Fragen zum Thema haben wir im nächsten Abschnitt zusammengefasst und für Sie beantwortet.

Wie viele Kartoffeln darf ein Hund essen?

Die empfohlene Fütterungsmenge hängt von der Größe beziehungsweise dem Idealgewicht Ihres Vierbeiners ab. Während große Hunde problemlos 1-2 Kartoffeln essen können, sollten Hunde mit einem Körpergewicht von unter 10 Kilogramm maximal eine halbe Kartoffel (etwa 80 Gramm) erhalten.

Wie oft darf ein Hund Kartoffeln essen?

Für die tägliche Fütterung sind Kartoffeln ungeeignet. Je nach Alter, Gesundheitszustand und dem individuellen Aktivitätslevel sollte Kartoffel maximal 2-3 mal pro Woche im Napf landen. Für nähere Informationen oder sogar einen speziell zugeschnittenen Ernährungsplan wenden Sie sich am besten an einen Ernährungsexperten für Hunde.

Was ist besser für den Hund Reis oder Kartoffel?

Falls Ihr Vierbeiner beides verträgt sollten Sie Reis Kartoffeln vorziehen. Naturreis enthält mehr Nährstoffe und ist somit besser geeignet. Da beide Lebensmittel reich an Stärke sind, empfiehlt es sich, sowohl Reis als auch Kartoffeln ausschließlich als Beilage zu verwenden.

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Quellen und weiterführende Informationen

Titelbild: depositphotos.com – maxsol7

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